Keine weiteren Kürzungen beim Personal!

Keine weiteren Kürzungen beim Personal! ave mario / fotolia
11.12.2016

Der Nationalrat will beim Bundespersonal auch im zweiten Budget-Anlauf weitere 50 Millionen Franken einsparen. Ein weiterer Schlag nach all den Massnahmen, welche die Mitarbeitenden des Bundes in den vergangenen Jahren schon erdulden mussten.

Eine solche Sparmassnahme im Budget umzusetzen ist weder seriös noch ist sie sinnvoll innert Jahresfrist umsetzbar. Zudem soll das Personal, wenn es nach dem Willen der grossen Kammer geht, bereits im Rahmen des Stabilisierungsprogrammes zusätzliche Sparmassnahmen tragen.

Für transfair ist das Mass nun endgültig voll. Es kann nicht sein, dass sich die Sparwut des Parlaments immer wieder auf das Personal entlädt, während in anderen Bereichen munter die Budgets erhöht werden. Die Luft in den Personalkrediten der Ämter ist draussen, weitere Einschnitte – insbesondere in solcher Höhe – sind schlicht nicht mehr zu stemmen. Entlassungen können so nicht mehr ausgeschlossen werden.

Eine solche Art der Finanzplanung ist unseriös. Wenn gespart werden soll, braucht es eine fundierte Verzichtsplanung. Wiederholte und kurzfristig angesetzte Querschnittskürzungen erhöhen nur den Druck auf das Personal und schaden dem Service Public. Es braucht dringend ein Umdenken im Nationalrat - weg vom finanzpolitischen Populismus auf dem Rücken des Personals und hin zu einer seriösen, nachhaltigen Finanzplanung.

Es wird nun am Ständerat sein, Vernunft zu zeigen und an seinem Beschluss, keine Querschnittskürzung beim Personal vorzunehmen, festzuhalten.
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