Intensive Diskussionen aber noch wenig Zählbares

Intensive Diskussionen aber noch wenig Zählbares © transfair
24.05.2017

transfair traf sich am 23. Mai 2017 mit Bundesrat Maurer zum zweiten Lohngespräch. Neben den Lohnmassnahmen waren auch das neue Lohnsystem und die Anpassung der technischen Grundlagen der PUBLICA wichtige Gesprächsthemen. Resultate sind noch keine erzielt worden, die Diskussionen werden im Herbst 2017 weitergeführt.

transfair traf sich bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr mit Bundesrat Maurer zum Lohngespräch. Nachdem transfair im Februar 2017 seine Forderungen – eine generelle Lohnmassnahme im Umfang von mindestens einem Prozent – vorgelegt hatte, wurde an diesem Treffen der vom Bundesrat vorgesehene Handlungsspielraum diskutiert.

Dieser wird von transfair als noch nicht genügend zurückgewiesen. Angesichts der Teuerungsprognosen im Umfang von 0,5 Prozent für 2017 und den Nullrunden in den vergangenen beiden Jahren braucht es nun einen spürbaren Schritt beim Lohn.

Neues Lohnsystem muss fair sein
Die vorgesehenen Anpassungen am Lohnsystem wurden ebenfalls ausgiebig diskutiert. Für transfair ist dabei klar, dass es zu keinen Lohnkürzungen kommen darf. Zudem muss das neue System fair sein und ein allfälliger Verzicht auf den Ortszuschlag muss vollständig kompensiert werden.

Die Diskussionen dazu laufen noch weiter. transfair wird sich auch weiterhin aktiv einbringen, um seine Vorstellungen zum neuen Lohnsystem durchzusetzen. transfair wird sich dabei vor allem auf die Aussage von Bundesrat Maurer stützen, wonach es sich bei der Anpassung des Lohnsystems nicht um eine Sparübung handelt.

Senkung des technischen Zinssatzes muss abgefedert werden
Ebenfalls noch ohne Ergebnis sind die Diskussionen über die Abfederung der Senkung des technischen Zinssatzes der PUBLICA. Die vorgesehene Senkung des Umwandlungssatz auf 5,09 Prozent und des technischen Zinssatzes auf zwei Prozent führen ohne Abfederungsmassnamen zu Renteneinbussen von über zehn Prozent. Ein solcher Einschnitt ist für die Mitarbeitenden der Bundesverwaltung nicht verkraftbar.

Die Diskussionen werden an der nächsten Sitzung im Herbst 2017 weitergeführt. Dann soll über die zu treffenden Massnahmen verhandelt werden. Immerhin: Der Bundesrat signalisiert Verständnis für die Situation und zeigt Bereitschaft zu Massnahmen zur Abfederung. Für transfair ist aber klar, dass es ein grosses Commitment und einen erheblichen finanziellen Beitrag des Arbeitgebers brauchen wird, um Rentenkürzungen zu vermeiden.
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