ETH-Rat stellt düstere Salärmassnahmen in Aussicht

ETH-Rat stellt düstere Salärmassnahmen in Aussicht © transfair
11.03.2016

Die Sparvorgaben des Bundesrats stellen düstere Zeiten für den Bereich Bildung, Forschung und Innovation in Aussicht. Voraussichtlich erhält der BFI-Bereich weit weniger Finanzmittel. Deshalb müsse der ETH-Rat auch über einschneidende Sparmassnahmen im Personalbereich entscheiden. transfair wird sich im sozialpartnerschaftlichen Dialog für die Mitarbeitenden des ETH-Bereichs einsetzen.

Im BFI-Bereich kündigt der Bundesrat einen starken Rückgang der zur Verfügung stehenden Finanzmittel an. Das jährliche Wachstum von 2 Prozent für den BFI-Bereich kommt laut Bundesrat weiterhin einer angemessener Priorisierung gleich, macht jedoch gleichzeitig auch ein Fünftel des gesamten Sparvolumens des Stabilisierungsprogramms aus. Die geplanten Einsparungen werden negative Folgen für die Wirtschaft und den Wissensplatz Schweiz haben.

Darüber hinaus gefährdet das Sparpaket die Nachwuchsförderung und verschärft den Fachkräftemangel. Die Folgen müssen derzeit schon die jungen Forscherinnen und Forscher an der ETH Lausanne in Form von unakzeptablen Lohneinbussen tragen. Wir fordern Bundesrat und Parlament auf, das Sparvolumen im BFI-Bereich zu reduzieren.

Salärmassnahmen im ETH-Bereich

Mit Blick auf die Lohnverhandlungen im Laufe des Jahres, will der ETH-Rat den Prozentsatz der entsprechenden Gesamtlohnsumme zur individuellen Lohnsteuerung von 1,2 Prozent auf 0,6 Prozent herabsetzen. transfair bedauert, dass der ETH-Rat dem Lohnverhandlungsresultat für das nächste Jahr somit vorgreift. Wir werden uns im sozialpartnerschaftlichen Dialog einsetzen, damit akzeptable Lösungen gefunden werden, welche die Interessen aller Beteiligten gebührend berücksichtigen.
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