Bundesverwaltung: Unbefriedigende Lohnverhandlung in schwierigem Umfeld

Bundesverwaltung: Unbefriedigende Lohnverhandlung in schwierigem Umfeld ©transfair
18.11.2014

Die Löhne in der Bundesverwaltung steigen im nächsten Jahr um 0,2 Prozent an. Trotz des schwierigen Umfelds – im Vorfeld der Verhandlungen stand auf Grund des KAP der Abbau von bis zu 2'400 Stellen zur Diskussion – ist transfair mit dem ausgehandelten Ergebnis nicht zufrieden.

An den heute abgeschlossenen Lohnverhandlungen mit Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf konnte transfair ein wenig zufriedenstellendes Resultat erreichen: Die Löhne der Mitarbeitenden der Bundesverwaltung steigen im nächsten Jahr um 0,2 Prozent an. Mit der Lohnerhöhung wird die Teuerung ausgeglichen. Immerhin einigten sich die Sozialpartner darauf, dass ab nächstem Jahr mehr Handlungsspielraum für Lohnverhandlungen budgetiert wird.

Ebenfalls ein Thema an der Lohnverhandlung waren die Nichtbetriebsunfallversicherungs-Prämien (NBU-Prämien). Die Sozialpartner einigten sich auf eine Erhöhung des Arbeitgeberanteils auf 60 Prozent. Damit werden die Mitarbeitenden für die Mitte dieses Jahres ausgehandelten Anpassungen bei den Überbrückungsrenten entschädigt. Zudem werden die Sozialpartner im nächsten Jahr über eine Ausdehnung der familienexternen Kinderbetreuung diskutieren.

Trotz des schwierigen Umfelds – bis vor Kurzem stand die Zusatzbotschaft des Bundesrates zum Konsolidierungs- und Aufgabenüberprüfungspaket 2014 (KAP 2014) mit Einsparungen von 300 Millionen beim Personal noch im Raum – ist transfair mit der ausgehandelten Lohnerhöhung unzufrieden. transfair will das magere Resultat aus diesem Grund auch explizit als Beitrag der Mitarbeitenden der Bundesverwaltung an das KAP 2014 verstanden haben.