Lebhafte Präsidentenkonferenz 2018

Lebhafte Präsidentenkonferenz 2018 © transfair
08.02.2018

Vor rund 60 Personen zog die transfair Geschäftsführerin anfangs Februar in Olten Bilanz über das vergangene Jahr. Der Präsident hielt ein engagiertes Kurzreferat und die Gleichstellungsbeauftragte von Travail.Suisse gab einen Einblick in das Projekt Work + Care. Ausserdem gab ein Regionalsekretär Tipps und Tricks für Werbeaktionen.

Stefan Müller-Altermatt, Präsident von transfair und Nationalrat, eröffnet die Präsidentenkonferenz  mit einigen politischen Bemerkungen: Die SVP habe vor einigen Tagen die Aufhebung der flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit gefordert und Gesamtarbeitsverträge als «staatliches Diktat» bezeichnet. Sie hat damit die Sozialpartnerschaften  – denen die Gesamtarbeitsverträge in Tat und Wahrheit entstammen – frontal angegriffen. Hier seien die Gewerkschafter gefordert, Gegensteuer zu geben, so Müller-Altermatt. «Politisch werde ich dafür sorgen, dass solche Absichten nicht ohne Widerstand umgesetzt werden können.»
 
Ausserdem informiert Müller-Altermatt die rund 60 Teilnehmenden, dass der Vorstand von transfair ein neues Strategiepapier erarbeitet hat. Dieses ist zurzeit in der Vernehmlassung bei den transfair-Gremien und soll am Kongress vom 25. Mai 2018 verabschiedet werden. «Wir haben sehr viele gute Projekte, diese gilt es weiterzuverfolgen! Sie sind die konstruktive Antwort auf Jene, die die Sozialpartnerschaft zu Grabe tragen wollen», so der transfair Präsident.
 
Positive Bilanz von 2017
Sie hat eine stattliche Anzahl Folien präsentiert. Tanja Brülisauer, die Geschäftsführerin von transfair, zeigte den Anwesenden nicht nur die leicht sinkende Mitgliederentwicklung pro Branche, sie strich auch heraus, dass die Regionen im vergangenen Jahr ihren Werbeaufwand markant gesteigert haben: «Im Vergleich zum Vorjahr haben die Sekretäre der vier Regionen knapp 30 Prozent mehr Werbeaktionen durchgeführt. Ein bemerkenswerter Effort!»
 
Die Ziele für 2018 sind klar: Die Zahl der Mitglieder soll nicht weiter sinken; ausserdem darf transfair sein 20 Jahr Jubiläum für nächstes Jahr vorbereiten.
 
Beruf und Familie
Travail.Suisse, der Dachverband von transfair, hat vor zwei Jahren die erste nationale Plattform für pflegende und betreuende Angehörige geschaffen. Valérie Borioli, die Projektverantwortliche, hat den Anwesenden das Projekt vorgestellt und auf die Website www.info-workcare.ch kurz präsentiert. Die Webseite sei ein wahrer Fundus an äusserst hilfreichen Informationen für Familien mit einem Pflegefall.
 
transfair ist die No.1
Mit dieser leicht provokativen These eröffnete Philipp Bernhardt, Regionalsekretär, seine Ausführungen über Tipps und Tricks zur Kontaktaufnahme mit möglichen Mitgliedern. Er trat natürlich sofort den Beweis an und erklärte, dass bei transfair grundsätzlich das Preis-/Leistungsverhältnis über dem Durchschnitt liege, zudem seien alle Mitarbeitenden pragmatisch, kompetent, effizient und interessiert an persönlichen Gesprächen. Der Personalverband habe gerade zur Politik (zwei Nationalräte im Präsidium) kurze Wege und könne so langfristige Wirkung erzielen. Und was die Werbung von Neu-Mitgliedern betreffe, sei es wichtig, jede noch so kleine Gelegenheit zu nutzen und das Gespräch auf transfair und die Möglichkeiten hier zu lenken: «Kennst Du transfair schon?» Es gelte, jede Chance zu packen und mutig zu sein. Die meisten Angesprochenen würden sich über ein Sekunden-Gespräch freuen. Selbst die Billet-Kontrolleure.
 
Sein Referat löste einen spürbaren Ruck bei den Zuhörenden aus. Entsprechend engagiert waren die Workshops am Nachmittag.