Herausforderungen 2018

Herausforderungen 2018 © zhukovvvlad/fotolia
09.03.2018

transfair setzt sich für die Arbeitnehmenden im Service public ein! Auch 2018 kommen nebst der Digitalisierung, die alle Branchen des Personalverbandes betrifft, einige grosse Herausforderungen auf transfair zu. transfair geht die Herausforderungen proaktiv an und setzt sich an vorderster Front für seine Mitglieder ein.

Post/Logistik

Vorbereitung der GAV-Verhandlungen 2019
Der aktuelle GAV ist zwar noch bis 2020 gültig. transfair bereitet sich bereits jetzt auf die kommenden Verhandlungen, die voraussichtlich 2019 beginnen werden, vor. Es werden Grundsatzdiskussionen über die Stossrichtung geführt und die Bedürfnisse der Arbeitnehmenden und der Arbeitgeberin erläutert. Der Branchenkongress wird darüber befinden, welche strategischen Eckpunkte transfair verfolgen soll. Der Erhalt der guten Arbeitsbedingungen steht für den Personalverband dabei an erster Stelle.
 
(Reorganisations)projekte eng begleiten
Nachdem das Jahr 2017 mit der Bekanntmachung der Weiterentwicklung des Poststellennetzes auch noch weitere Hiobsbotschaften auf Lager hatte, geht es auch 2018 mit Umstrukturierungen weiter: PostLogistics und PostFinance zum Beispiel müssen sich einerseits den sich ändernden Kundenbedürfnissen anpassen und andererseits Kosten senken, um auf dem Markt ihre starke Position verteidigen zu können. Dass sich die Post in einem Transformationsprozess befindet, ist für transfair nachvollziehbar. Der Personalverband wird jedoch mit Argusaugen darauf achten, dass dieser Anpassungsprozess nicht auf dem Rücken der Arbeitnehmenden geschieht. transfair ist für seine Mitglieder da, begleitet und steht den Betroffenen mit Rat und Tat jederzeit und mit ganzer Kompetenz zur Seite.
 
Sozialpartnerschaften pflegen und ausbauen
Die Sozialpartnerschaft mit der Post und den weiteren Firmen funktioniert und ist von gegenseitigem Respekt geprägt. transfair will die bestehende gute Basis weiter entwickeln und auch in den Bereichen, in denen sich das sozialpartnerschaftliche Miteinander als herausfordernder gestaltet, Beziehungen verbessern. transfair ist sich seiner Rolle als Vertretung der Arbeitnehmenden bewusst und wird sich weiterhin vehement auch auf der politischen Ebene für die Bedürfnisse des Personals einsetzen. Jedoch gilt für transfair dabei aber auch, die gegenseitigen Bedürfnisse zu respektieren und Verständnis füreinander zu zeigen. Durch diese lösungsorientierte Art setzt sich transfair zielgesetzt und erfolgreich für seine Mitglieder ein.
 

Öffentliche Verwaltung

Erhöhung Rentenalter der besonderen Personalkategorien
Der Bundesrat hat 2017 kommuniziert, er strebe das Rentenalter 65 für die besonderen Personalkategorien an. Die Bundesämter müssen nun bis Mitte 2018 gemeinsam mit den Sozialpartnern Vorschläge für mögliche Lösungsszenarien erarbeiten und dabei die Auswirkungen, die Kosten sowie etwaige Übergangsregelungen definieren. Dann wird sich der Bundesrat erneut beraten und einen Entscheid treffen. transfair ist in diesen wichtigen Erarbeitungsprozess eingebunden und setzt sich vehement für die Bedürfnisse seiner Mitglieder und jene des Bundespersonals ein. Es ist unabdingbar, dass faire Lösungen für alle gefunden werden.
 
PUBLICA – die Stabilisierung geht weiter
Nachdem sich das Parlament im Dezember 2017 geweigert hatte, Einmaleinlagen für die PUBLICA zu leisten, mussten Alternativen zur Abfederung ausgearbeitet werden. transfair hat in der Kassenkommission an der Lösung mitgearbeitet. Der Bundesrat folgte dem Plan der Kassenkommission und beschloss Mitte Januar 2018, die Arbeitgeber-Sparbeiträge für das Vorsorgewerk des Bundes zu erhöhen. Unschön ist allerdings, dass die Sparbeitragserhöhung teilweise zu Lasten der Lohnmassnahmen für 2019 gehen soll. Nach dem Entscheid des Parlaments müssen bereits die Kompensationsbeiträge gänzlich durch die Rückstellungen der Pensionskasse – und dadurch durch die Versicherten selbst – finanziert werden. transfair wird auf generellen Lohnmassnahmen für 2018 bestehen und wird diese Forderungen an den Lohngesprächen mit Bundesrat Maurer vorbringen. Und schliesslich wird es im Dezember 2018 darum gehen, dieses Paket auch durchs Parlament zu bringen.
 
Finalisierung Lohnsystem EDA
Das heutige Karrierelohnsystem des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) – die Lohnentwicklung zeigt sich unabhängig der Funktion oder des Arbeitsortes – soll von einem funktionalen Lohnsystem abgelöst werden. Neu wird der Lohn also von der auszuübenden Funktion bestimmt. transfair ist bei seit Beginn bei der Weiterentwicklung dieses Systems involviert und hat dabei sein Augenmerk auf faire und ausgeglichene Bedingungen gelegt. Im Frühjahr 2018 wird der Bundesrat den finalen Entscheid treffen; das neue Lohnsystem wird per 1. Januar 2019 in Kraft treten. transfair begleitet den Prozess weiterhin und setzt sich für eine faire und reibungslose Umsetzung ein.
 

Communication

Reorganisation bei Swisscom geht weiter
Die Swisscom will ihre Position im Kontext der Digitalisierung als Marktleaderin behalten, weshalb sie agil bleiben und sich weiterhin mit dem Reorganisationsgedanken auseinandersetzen muss. In den jeweiligen Mitwirkungsverfahren meldet die Swisscom ihren Veränderungsbedarf an, den sie aufgrund der Marktgegebenheiten evaluiert hat. transfair ist von Beginn an involviert, begleitet die Reorganisationsverfahren und priorisiert dabei die sozialverträgliche Umsetzung. Der Personalverband wird auch die Umsetzung des neuen GAV, der per 1. Juli 2018 gilt, eng begleiten. Ausserdem bleibt transfair auch bei der Revision des Fernmeldegesetzes, dessen Änderungen allfällige Konsequenzen für das Swisscom-Personal bedeuten, am Ball und beobachtet den politischen Prozess intensiv.
 
Weiterentwicklung des GAV Cablex
Der aktuell geltende GAV muss erneuert werden. Cablex ist ein Unternehmen, das mit dem Preisdruck auf dem freien Markt und der starken ausländischen Konkurrenz grosse Herausforderungen bewältigen muss. Die Verantwortlichen sind zuversichtlich, diese Aufgabe erfolgreich zu meistern, da Cablex ein dynamisches Unternehmen mit grossem Entwicklungspotenzial ist. transfair ist der Meinung, dass der bestehende GAV eine gute Basis bildet. Der Personalverband setzt sich jedoch für klare Verbesserungen der jetzigen Arbeitsbedingungen ein.
 
Wahlen comPlan
Im Herbst 2018 stehen die Erneuerungswahlen für den Stiftungsrat der Pensionskasse «comPlan» an. Ein ausserordentlich wichtiges Gremium, denn der Stiftungsrat bestimmt die strategische Richtung der Pensionskasse und fällt gewichtige Entscheide, welche die Zukunft aller Versicherten betrifft. transfair hat sich zum Ziel gesetzt, einen vierten Sitz zu gewinnen und will den Sitzgewinn mit kompetenten, vertrauenswürdigen und engagierten Kandidatinnen und Kandidaten realisieren.
 

Öffentlicher Verkehr

GAV SBB / SBB Cargo weiterentwickeln
Die aktuellen GAV sind per Ende 2018 nach vier Jahren erstmals kündbar. Die SBB sieht sich aufgrund massiven Wettbewerbsdrucks gezwungen, die GAV zu entschlacken und Kosten zu senken. Für transfair besteht Weiterentwicklungsbedarf, obwohl sich die geltenden GAV auf einem guten Niveau präsentieren. Erste Verhandlungsrunden zwischen den Sozialpartnern haben bereits stattgefunden. In einer Umfrage bei seinen SBB-Mitgliedern hat transfair im Sommer 2017 vorausschauend den Weiterentwicklungsbedarf erhoben. Der Personalverband will sich unter anderem für eine bessere Lohnentwicklung, vermehrte Möglichkeiten zur Teilzeitarbeit oder die klarere Abgrenzung von Beruf und Freizeit einsetzen.
 
Güterverkehr im Umbruch
Die SBB Cargo muss sich den Bedürfnissen ihrer Kunden anpassen und schlanker werden. Mit einer regelrechten Sanierung wird das Unternehmen so schnell wie möglich finanziell in die schwarzen Zahlen gebracht, damit die Attraktivität für künftige Partner steigt. Parallel begibt sich SBB Cargo auf die Suche nach Partnern, die sich mit Minderheitsbeteiligungen im Unternehmen engagieren könnten. Diese Umstände bringen für das gesamte Personal einmal mehr massive Stellenreduktionen mit sich. transfair setzt sich dafür ein, dass die bevorstehenden Änderungen sozialverträglich und fair umgesetzt werden. Der Personalverband wird sich an allen Fronten für seine Mitglieder und das betroffene Personal einsetzen.
 
Fernverkehr auf Schiene und Strasse
Im Bereich des Fernverkehrs stehen wichtige Entscheide an: Das Bundesamt für Verkehr (BAV) muss einerseits darüber entscheiden, ob Domo-Reisen eine Konzession für den Fernverkehr auf der Strasse erhält oder nicht. Auch auf der Schiene steht der Entscheid des BAV noch aus: Sowohl die SBB als auch die BLS buhlen um Fernverkehrskonzessionen. transfair macht sich dafür stark, dass sich diese verschärfte Konkurrenzsituation nicht negativ auf das Personal auswirkt. Der Personalverband verfolgt die Entwicklungen auf Schiene und Strasse weiterhin aufmerksam und wehrt sich vehement gegen Angriffe auf die geltenden Arbeitsbedingungen.