UVEK stellt 250 Billag-Mitarbeitende auf die Strasse

UVEK stellt 250 Billag-Mitarbeitende auf die Strasse © pathdoc/fotolia
10.03.2017

Das UVEK hat heute bekannt gegeben, dass ab 1. Januar 2019 die Serafe AG die Radio- und Fernsehabgaben erheben wird. Mit diesem Entscheid hat das Departement das Ende der bisherigen Erheberin, Billag, besiegelt und stellt rund 250 Mitarbeitende auf die Strasse. transfair kritisiert den unverständlichen und für uns zu wenig sozialverantwortlichen Entscheid scharf.

Aus der Mitteilung des UVEK geht eindeutig hervor, dass wirtschaftliche Gründe ausschlaggebend für den definitiven Entscheid waren. Für transfair ist diese einseitige Begründung ungenügend, denn sie berücksichtigt in keiner Weise die soziale Verantwortung, die ein Arbeitgeber gegenüber seinen Mitarbeitenden hat. Während die Billag als Tochtergesellschaft der Swisscom dem GAV unterstellt ist, sind die Anstellungsbedingungen der Serafe AG unklar. Für transfair ist es deshalb unverständlich, dass sich das UVEK von einem Arbeitgeber abwendet, der seine soziale Verantwortung wahrnimmt und dessen Mitarbeitende die ihnen aufgetragenen Arbeiten stets zur vollsten Zufriedenheit erfüllt haben.

transfair zeigt sich schockiert über Vorgehensweise
Mit seinem Entscheid hat das UVEK zudem das Ende der Billag und somit das Ende von 250 Arbeitsverhältnissen per 1. Januar 2019 besiegelt. Ein herber Schlag für alle Betroffenen, denen hier der Boden unter den Füssen weggezogen wurde. « Ich bin schockiert und wütend darüber, wie die Information bekanntgegeben wurde», erklärt Robert Métrailler, Branchenleiter Communication bei transfair. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kennt niemand die Details, die zu diesem Entscheid geführt haben, und die Verantwortlichen von Billag wurden nicht im Vorfeld informiert. Das Vorgehen vom UVEK zeugt eindeutig von Geringschätzung gegenüber den betroffenen 250 Mitarbeitenden und den Verantwortlichen des Unternehmens.

Fokus auf starke Sozialpartnerschaft zu Gunsten der Betroffenen
transfair und die weiteren Sozialpartner werden sich nun mit der Billag treffen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Für uns ist klar, dass dieser herbe und schockierende Entscheid so sozialverträglich wie möglich und unter Einhaltung des Sozialplans umgesetzt wird. Des Weiteren werden wir besprechen, ob und in welchem Rahmen interne Anschlusslösungen mit der Swisscom gefunden werden können.