Swisscom: Vereinbarung verhandelt

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08.12.2015

Um Missbrauch bei der Umsetzung der Arbeitszeitautonomie zu verhindern und die Unternehmen administrativ zu entlasten, hat der Bundesrat die Verordnung zum Arbeitsgesetz (ArGV 1) revidiert. Aus diesem Grund hat Swisscom mit den Sozialpartnern über die Umsetzung des neuen Artikels 73a der ArGV 1 verhandelt.

Folgende Ziele wurden dabei verfolgt:
 
  1. Die Ausnahmen zur Arbeitszeiterfassungspflicht gemäss Artikel 73a ArGV 1 umsetzen und konkretisieren und den GAV Swisscom anpassen, um ihn mit den Anforderungen der Verordnung in Einklang zu bringen.
  2. Die Bedenken in Bezug auf den Gesundheitsschutz sowie die Anforderungen und Realitäten der modernen Arbeitswelt berücksichtigen.

Wer ist davon betroffen?

Mitarbeitende, die dem GAV unterstehen und Kader (Job Level B und C), sofern sie folgende Bedingungen erfüllen:

  1. Grosse Zeit- und Gestaltungsautonomie bei der Arbeit
  2. Bruttojahresgehalt von über CHF 120'000
  3. Schriftliche Vereinbarung des Verzichts
  4. Jährliche Möglichkeit, die Vereinbarung aufzuheben
  5. Ausgleich von 5 Ferientagen pro Jahr für GAV-Mitarbeitende (für Kader werden die entsprechenden Regeln angewandt).

Verstärkte Massnahmen zum Schutz der Gesundheit

Um Gesundheitsrisiken zu vermeiden, die mit dem Verzicht auf die Arbeitszeiterfassung einhergehen, wurden Zusatzmassnahmen verhandelt:
  • Information
  • Sensibilisierung
  • Risikobewertung
  • Persönliche Gespräche
  • Paritätische Aufsichtskommission

Die Regelungen des Arbeitsgesetzes in Bezug auf Arbeits- und Ruhezeiten behalten ihre Gültigkeit auch für Mitarbeitende, welche auf die Arbeitszeiterfassung verzichten. Im Zweifelsfall oder bei Fragen können Sie die Regionalsekretariate von transfair kontaktieren.

 
 

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