Ein besserer GAV für das cablex-Personal

Ein besserer GAV für das cablex-Personal Copyright ahermes/photocase.com
22.06.2018

cablex und die Sozialpartner haben sich auf einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV), gültig ab 1. Januar 2019, geeinigt. transfair freut sich über dieses hervorragende Resultat, das den Mitarbeitenden gute Arbeitsbedingungen garantiert. Mit den verhandelten Bestimmungen kann sich cablex als innovatives, attraktives und konkurrenzfähiges Unternehmen positionieren. Die von beiden Seiten aufgestellten Prioritäten haben es ermöglicht, relativ schnell einen Konsens zu erzielen, der bei den Partnern auf Zustimmung stiess.

In schwierigen Zeiten ist es erfreulich, über Fortschritte zu Gunsten der Mitarbeitenden berichten zu dürfen. Diese namhaften Verbesserungen sind insbesondere das Ergebnis der hervorragenden Arbeit, die transfair und die Verhandlungspartner geleistet haben. Die Sozialpartnerschaft hat gut funktioniert und jede Partei hat die Bedeutung eines offenen und respektvollen Dialogs erkannt.
 
Für seine Forderungen hat sich transfair auf wichtige Errungenschaften aus den GAV-Verhandlungen mit Swisscom gestützt. Der Vergleich endet jedoch hier, denn cablex ist nicht Swisscom. Sei es im Hinblick auf den Markt, auf den Wettbewerb oder auf die Finanzkraft des Unternehmens. Die beiden GAV können daher nicht miteinander verglichen werden.
 
Ein erforderliches Gleichgewicht
Einer der Schwerpunkte von transfair lag auf der Verabschiedung von Regelungen, die das Gleichgewicht zwischen Familie und Arbeit gewährleisten. In folgenden Bereich kann transfair Verbesserungen feststellen:
  • Erhöhung des Mutterschaftsurlaubs von 17 auf 18 Wochen.
  • Erhöhung des Vaterschaftsurlaubs von 10 auf 15 Tage (12 Tage im 2019 und 15 Tage ab 2020).
  • Für den Grossteil der Mitarbeitenden einen bis zwei zusätzliche Tage Ferien.
  • Im neuen GAV verankertes Recht der Mitarbeitenden, während ihrer Freizeit nicht erreichbar zu sein.
  • Erhöhung der zeitlichen Freistellung für Mitglieder von Personalvertretungen.
  • Besserer Kündigungsschutz für Mitglieder von Personalvertretungen und internen Entscheidungsorganen.
  • Erhöhung des Mindestbruttolohns von CHF 50'000 auf CHF 52’000
  • Der Teil des Arbeitswegs, der über 30 Minuten hinausgeht, gilt als Arbeitszeit (bisher 45 Minuten)
  • Neuer Zuschlag für regelmässige Tunnelarbeit: CHF 15 pro Tag
  • Als Nachtarbeit gilt neu Arbeit ab 22.00 Uhr (bisher 23.00 Uhr)
 
Diese Aufzählung ist selbstverständlich nicht abschliessend. Zusätzlich wurden weitere Bestimmungen ausgearbeitet und verbessert. Kurz, das Personal erhält einen besseren GAV. transfair ist stolz, einen Beitrag zu dessen Umsetzung geleistet zu haben. Der neue GAV gilt ab 1. Januar 2019 und hat eine Gültigkeit von mindestens drei Jahren.
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