Branchenversammlung: Digitale Revolution auf dem Vormarsch

Branchenversammlung: Digitale Revolution auf dem Vormarsch ©transfair
02.12.2015

Die Branchenversammlung vom 26. November 2015 warf vor allem einen Blick in die herausfordernde Zukunft der Branche Communication. Branchenleiter Robert Métrailler betonte bei seiner Begrüssung, dass die Herausforderungen auf politischer, wirtschaftlicher und unternehmerischer Ebene in Zukunft wachsen werden.

Arbeitsumfelder im Umbruch
Stefan Müller Altermatt, Präsident von transfair und Nationalrat, betonte in seiner Rede, dass man sich im dynamischen Umfeld der Branche Communication stetig an die von neuer Technologie geprägten Bedürfnisse der Menschen anpassen muss. Die elektronische Revolution macht also vor dem Arbeitsumfeld der Mitarbeitenden nicht Halt. Arbeitnehmende und Arbeitgebende müssen sich dieser Aufgabe gemeinsam annehmen. Denn wer in der dynamischen Kommunikationsbranche erfolgreich sein will, muss sich weiterbilden. transfair unterstützt seine Mitglieder und setzt sich für konstruktive und faire Lösungen ein.

Anstellungsmodelle im Umbruch
Dass sich die Branche Communication in ständigem Wandel befindet, merken unsere Mitglieder auch anhand der erhöhten Zahl an externen und temporären Mitarbeitenden. Deshalb hat sich eine Arbeitsgruppe mit der Thematik „Temporäre und Externe Mitarbeitende bei der Swisscom“ beschäftigt und die Vor-und Nachteile in einer Analyse aufgezeigt. Ein erheblicher Anteil der Mitarbeitenden der Swisscom ist extern angestellt – das Unbehagen der Mitarbeitenden ist nicht unbegründet. transfair fordert deshalb einen transparenten und geordneten Umgang mit den temporären Mitarbeitenden sowie eine periodische Überprüfung des IST-Zustandes. Die Veränderung der Anstellungsmodelle hin zu mehr externen Anstellungen zeigt auch Auswirkungen auf die Sozialpartnerschaft. transfair wird das Thema weiter verfolgen und hat das Analysedokument Hans Werner, Leiter Human Ressources Swisscom, als weiter Diskussionsbasis übergeben.

Die Swisscom im Umbruch
Brigitta Rudolf, Personalvertretung Swisscom, informierte die Anwesenden über die vielen internen Projekte. Dabei ist besonders die Umstrukturierung im Zusammenhang mit der neuen Konzernstruktur per 1. Januar 2016 allgegenwärtig.

Die mobiler und digitaler werdende Welt bringt auch einige personalpolitische Revolutionen mit sich. Herkömmliche Karriere-Zyklen – man erlernt einen Beruf und geht auf diesem auch in Pension – sind überholt. Weiterbildung und berufliche Neuorientierung sind heute das A und O wenn es darum geht, die Arbeitsmarktfähigkeit zu erhalten. Dies sei auch das Ziel der Swisscom, betont Hans Werner, Leiter Human Ressources Swisscom. Durch die strategische Personalplanung könne man zwar herausfordernde Situationen rechtzeitig identifizieren und entsprechend planen, jedoch muss dabei die Selbstverantwortung der Mitarbeitenden gefördert werden. Denn wer sich nicht mit seiner Zukunft befasse – der werde keine haben.

Es ist wichtig, dass die Swisscom ihre Mitarbeitenden und transfair mit einbezieht und ihre soziale Verantwortung bewusster wahrnimmt. Denn wenn im Rahmen der Digitalisierung alle gesetzten Ziele erreicht werden sollen, muss der Mensch auch weiterhin im Mittelpunkt stehen.

Mitgliederbeiträge im Umbruch
Zum Abschluss des intensiven Tages beriet sich die Branchenversammlung über die zukünftigen Mitgliederbeiträge. Da der Solidaritätsbeitrag erhöht wird, müssen auch die Mitgliederbeiträge angepasst werden. Der Branchenvorstand erarbeitet ein Modell, das die Erhebung des Mitgliederbeitrags nach Lohnklassen vorsieht. Die neuen Beiträge sollen nach der Genehmigung durch die Delegiertenversammlung ab April 2016 gelten.